Donnerstag, 8. September 2016

Minus siebzehn - ein Resümee

"Wie bitte? Das... muss zu GROSS ausfallen!"

So stand ich neulich in der Umkleidekabine eines Klamottenladens, als ich eine Leggins anprobierte. Da Größe M am Bauch zu weit war: in S. Überhaupt komisch, dass ICH mir mal eine Leggins kaufe. Denn meiner Meinung nach gehörten meine Beine bisher in die Kategorie "Nashorn mit Blumenkohlknieen". 

Vielleicht erinnert Ihr Euch: Mitte März diesen Jahres habe ich angefangen, meine Ernährung umzustellen. Da hatte ich mein schlimmstes Kampfgewicht - und sah so aus:

Schnitt: Bronte von Jennifer Lauren, Plottdatei: fuck your #selfie von shhhout
Ich startete in dieses (lebenslange) Langzeit-Projekt nicht alleine. Ich hatte sehr viel Unterstützung. Von Menschen, die mir Ernährungs- und Sportpläne bastelten. Die mich auffingen, wenn ich bockig wurde und alles hinschmeißen wollte. Die mit mir feierten, wenn ich ein Teilziel erreichte.

Schnitt: Herzshirt von AnniNanni
Nach guten 6 Monaten wird es Zeit für ein Resümee. Denn wer glaubt, dass die (bisher) 17 Kilo so einfach verschwunden sind, der irrt sich. Ich habe ungezählte Male gegen meinen inneren Schweinehund angekämpft. Habe mich aufgerafft, Dinge zu tun, die ich mir vorher nicht mal im Traum ausgemalt hätte. Laufen gehört zum Beispiel dazu. Ende August habe ich am Frauenlauf Hannover teilgenommen. Und habe 10 km geschafft.


Ich habe unglaublich viel über Ernährung gelernt. Wieviel Müll in so vielen industriell hergestellten Lebensmitteln steckt. Warum Abwechslung auch im Sportbereich wichtig ist. Und ... was passiert, wenn ich abends zuviele Kohlenhydrate esse... ;-)


Doch das Meiste habe ich über mich gelernt. Und ich lerne immer noch. Mein Kopf ist lange Zeit mit meiner körperlichen Entwicklung nicht mitgekommen. Manchmal sehe ich mich auch heute noch im Spiegel an und wundere mich über diese (schlanke) Frau, die mich da ansieht.


Es gibt Tage, da fühle ich mich tatsächlich schön. Und an anderen... einfach schrecklich und aufgedunsen. DAS sind die Momente, in denen ein Sturm aufzieht und das Boot zu kentern droht. Es ist wirklich harte Arbeit, diese Umstellung. Dabei geht es nicht nur um die Reduktion meines Körpergewichtes, sondern vielmehr um den eigenen Umgang mit verschiedenen Situationen. Was mache ich, wenn ich abends mal wieder "ganz aus Versehen" in zwei, drei..zehn Nutellatoaste gefallen bin und die Waage am nächsten Morgen 2 Kilo mehr zeigt? Wie gehe ich mit den Mimimi-Tagen vor den Tagen um? Wie fühle ich mich, wenn ich statt der angepeilten 10 km "nur" die Hälfte schaffe? 


Ich sags Euch: ich versuche zu Atmen. Das ist nicht immer leicht. Verhaltensmuster kann man nicht von heute auf morgen ändern. Genauso wenig wie das eigene Gewicht. ABER: man kann versuchen, aufmerksamer zu sein. GUT zu sich selber zu sein. Und sein eigenes SelbstWERTgefühl zu leben.


Auch ich lerne noch. Besonders, da ich seit Wochen mit den letzten zwei Kilo kämpfe (und mich mit diesem Blogbeitrag sehr weit aus dem Fenster lehne). Ich bin sooo kurz vor dem Ziel, aber zur Zeit ist einfach der Wurm drin. Egal. Denn Aufgeben ist was für Feiglinge. Also: Aufstehen, Atmen, Krönchen richten, Weitermachen!




Schnitt
Missy von Melians´s kreatives Stoffchaos

Stoff
Manga Girls von Lillestoff

 P. S.
Outtake ;-)

Und ab damit zu RUMS und lilleLiebLinks!

Kommentare:

  1. Sabrina!!! WAHNSINN! Du bist so unglaublich ehrgeizig und dafür bist du nun belohnt worden. Du hast eine tolle Figur! Du strahlst Wohlbefinden aus und siehst wirklich gesund aus. Herzlichen Glückwunsch! Du bist ne echte Powerfrau!

    Ach und nochwas... Leggings nähst du dir doch ab sofort lieber selbst, oder?
    Liebste Grüße und bis nächste Woche ;-)
    Jana

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    1. Jahaaa! Manchmal kann ich es selber nicht glauben. ;-) Danke!!!

      Leggins selber nähen würde ich gerne - ich habe nur noch keinen Schnitt gefunden, der wirklich gut sitzt. Sachdienliche Hinweise werden aber gerne entgegen genommen. ,-)

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